Im Apenburger Adventshaus gibt es jeden Abend eine Geschichte / Fernsehteam dreht Beitrag

#Apenburg l „Es ist alles irgendwie anders als sonst. Aber schön, dass das Adventshaus überhaupt geöffnet ist.“ Diesen Satz hörte man öfters am Montagabend von den Besuchern, die zur Öffnung des siebenten Fensterchens am neu erbauten Gebäude auf dem Schulenburgschen Hof in Apenburg gekommen waren. Wo sich sonst Kinder und Erwachsene drängten und von Peter Warlich mit dem Klang der großen Glocke begrüßt wurden, fanden sich nur wenige ein und achteten auf den vorgeschriebenen Mindestabstand.

Eingefangen von der Fernsehkamera und angespornt von Peter Warlich öffnet die kleine Nora ein Fenster, hinter dem sich das Bild zur Geschichte des Tages verbirgt. Foto: Walter Mogk

Keine Glühweinstände, kein Bratwurstverkauf, auf alles, was Besuchermassen anlocken könnte, haben die Organisatoren in diesem Jahr verzichtet. Auch ein abendliches Begleitprogramm wird es wegen der Corona-Pandemie nicht geben. Doch zumindest steht das weihnachtlich geschmückte Haus mit seiner gemütlichen Leseecke zwei Stunden am Abend offen.

Am Montag interessierte sich auch ein Fernsehteam des MDR für das Adventshaus in Corona-Zeiten. Reporterin Anja Nititzki interviewte Peter Warlich, der mit seiner Frau Ilse vor 17 Jahren die Idee für das tägliche Geschichtenerzählen in der Adventszeit hatte, vor der großen Pyramide auf dem Dorfplatz. Dann ging es an die wichtigste Aufgabe des Abends: das Öffnen des Fensterchens. Die kleine Nora durfte auf die Suche gehen und das Blatt mit der Zahl von der Scheibe nehmen – eingefangen von der Kamera. Dahinter kam das Bild von einem Nikolaus, der auf einem Esel reitet, zum Vorschein. Die dazugehörige Geschichte lag im Adventshaus zum Mitnehmen und Vorlesen aus.

Einige Kinder und Erwachsene folgten Peter Warlich und dem Fernsehteam ins Innere des Fachwerkgebäudes. Nur wenige Bänke stehen im Haus, auf Abstand gestellt. Hier können sich beispielsweise Familien zusammensetzen, um die Adventsgeschichte des Tages zu lesen. Am Montagabend durften die Kinder der Apenburgerin Cindy Tanger lauschen, die ivon den Abenteuern des Nikolausesels berichtete. Nach einer knappen Viertelstunde war die Geschichte vorbei und die Zuhörer machten sich wieder auf den Nachhauseweg.

Der Fernsehbeitrag über das Apenburger Adventshaus in Corona-Zeiten soll übrigens am heutigen Freitag, 11. Dezember, ab 19 Uhr in der MDR-Sendung „Sachsen-Anhalt heute“ ausgestrahlt werden, wie vor Ort zu erfahren war.

Foto und Text: Walter Mogk VOLKSSTIMME

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