Förderverein bringt Apenburger Waldbad bei Arbeitseinsatz auf Vordermann / Öffnung am 15. Juni geplant

Von Walter Mogk VOLKSSTIMME

Während in Beetzendorf, Dähre und Diesdorf am Sonnabend die Freibäder zur neuen Saison öffneten, wurde im Apenburger Waldbad noch kräftig gearbeitet. Etwa 40 Mitglieder und Unterstützer des Bad-Fördervereins waren dem Aufruf zum Arbeitseinsatz gefolgt und packten auf dem weitläufigen Gelände mit an. Zu tun gab es genug, um das Bad auf die neue Saison vorzubereiten. So wurden die sanitären Anlagen und die Umkleideräume gesäubert und das Unkraut von den befestigten Freiflächen entfernt. Auch am Volleyballplatz legten die Helfer Hand an. Binnen kurzer Zeit war die Sandfläche am Netz wieder blank geputzt.

Fleißige Helfer säuberten beim Arbeitseinsatz am Sonnabend unter anderem den Volleyballplatz auf dem Waldbad-Gelände. Zirka 40 Erwachsene und Jugendliche packten mit an. Fotos: Walter Mogk VOLKSSTIMME

Bürgermeisterin Ninett Schneider, die selber in den Toi-lettenräumen zu Lappen und Putzmittel griff, freute sich über die Resonanz und dankte den Helfern für ihren Einsatz. Gemeinsames Ziel sei es, das Waldbad am 15. Juni für Besucher zu öffnen. „Und dafür sieht es derzeit ganz gut aus“, zeigte sich Schneider optimistisch.

Mindestabstand muss überall eingehalten werden

In dieser Woche sollen die letzten Details für die Inbetriebnahme des Bades besprochen werden. Dass diese unter etwas anderen Bedingungen abläuft als in den Vorjahren, ist der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Auflagen zu verdanken. So weist eine Hinweistafel am Eingang des Bades darauf hin, was in und außerhalb des Beckens zu beachten ist. Oberstes Gebot ist der Mindestabstand von 1,50 Meter zu anderen Personen außerhalb der eigenen Familie. „Den einzuhalten, sehe ich auf dem großen Gelände aber nicht als Problem an“, meinte Ninett Schneider. Auch im Becken könne man sich aufgrund seiner Größe gut aus dem Wege gehen.

Vor den Umkleidekabinen, die wegen ihres Außenzugangs weiter genutzt werden können, wurde das Unkraut entfernt. Fotos: Walter Mogk VOLKSSTIMME

Wie viele Badegäste gleichzeitig im Wasser und überhaupt auf dem Gelände sein dürfen, das ist noch nicht bekannt. „Die Zahlen bekommen wir noch“, erklärte die Bürgermeisterin auf Volksstimme-Nachfrage. Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Konzepts sieht sie allerdings nicht. So bekommen die Rettungsschwimmer, die von der Diesdorfer Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) gestellt werden, extra einen kleinen Turm aufgebaut, von dem aus sie das Geschehen besser unter Kontrolle haben.

Das Wasser läuft bereits seit einigen Tagen in die Becken. Knapp zwei Wochen braucht es, bis sie gefüllt sind. Mit dem Waldbad-Förderverein habe man genau abgestimmt, wer für welche Maßnahmen im Bad verantwortlich ist. „Das hat ganz gut funktioniert, auch wenn die ursprünglich angesetzte Zusammenkunft mit allen Beteiligten wegen Corona abgesagt werden musste“, berichtete Ninett Schneider.

Separater Ausgang und Kontaktdaten-Erfassung

Auffallend war schon vor dem Arbeitseinsatz die relative Sauberkeit der Außenanlagen des Bades. Musste sonst von den Helfern in mehreren Einsätzen erst einmal mühsam das viele Laub zusammengeharkt werden, so war diesmal von Blättern kaum eine Spur zu sehen. „Hier waren der Gemeindearbeiter und die DLRG tätig“, erklärte die Ortschefin. Die Mitglieder des Fördervereins haben zudem den Beckenrand mit frischer Farbe versehen.

Während sich das Becken langsam mit Wasser füllt, wird der Sprungturm in dieser Saison verwaist bleiben. Er ist gesperrt.
Fotos: Walter Mogk VOLKSSTIMME

Wenn das Bad dann am 15. Juni öffnen sollte, sind coronabedingte Neuerungen zu beachten. So können die Duschen nicht benutzt werden. Toiletten sind einzeln zu betreten. Keine Zugangsbeschränkungen gibt es dagegen bei den Umkleidekabinen, die alle von außen zu betreten sind. Dadurch ist eine gewisse Kontrollmöglichkeit gegeben. Am Einlass muss jeder Badbesucher zudem seine Kontaktdaten hinterlassen, damit im Infektionsfall eine Nachverfolgung möglich ist.

Kleiner Wermutstropfen vor allem für die Kinder und Jugendlichen: der Sprungturm bleibt gesperrt. Auch dies eine coronabedingte Auflage. Beim Verlassen des Bades müssen die Besucher zudem einen anderen Ausgang nehmen, um Begegnungsverkehr zu vermeiden. Statt an der Kasse vorbei, geht es in dieser Saison durch die Pforte an der Straße nach draußen. Doch trotz der Auflagen hoffen Gemeinde und Förderverein auch in dieser Saison auf viele Besucher im Bad.

„Schon für die Kinder ist es wichtig, dass wir das Bad aufmachen. Sie mussten wochenlang zu Hause bleiben, keine Schule, kein Verein – da ist es schön, dass sie sich hier wenigstens ein bisschen austoben können“, meinte Ninett Schneider, die nicht ausschließen möchte, den für Ende August anvisierten Saisonschluss je nach Bedarf und Witterung auch noch nach hinten zu verschieben.

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