Das Apenburger Theater bringt in diesem Jahr mit „Godenrath“ eine mittelalterliche Kriminalgeschichte auf die Bühne. 38 Laienschauspieler proben für das Stück. Karten für die Auftritte können ab 8. August online reserviert werden.

APENBURG. Nach dem magischen Historienstück „Hagestolz und Hexenwerk“ im vergangenen Jahr dürfen sich die Besucher des Apenburger Burgspektakels auch bei der Neuauflage am 5. und 6. September auf eine spannende Neuinszenierung freuen. Das Ensemble des Apenburger Burgtheaters bringt mit „Godenrath“ diesmal eine vielschichtige mittelalterliche Kriminalgeschichte auf die Bühne.

Die Folterknechte Daniel Mulorz (links) und Detlef Weingart führten Grete Minde (Heidi Hardenberg) ab. Das Theaterstück war einer der Höhepunkte beim kleinen Burgfest 2019. Archivfoto: Anke Pelczarski VOLKSSTIMME

„Die Handlung führt ins Salzwedel des Jahres 1365“, verraten die Hobbyschauspieler schon einmal vorab. Der wohlhabende Kaufmann Godenrath hat sich hier zahlreiche Feinde gemacht und wird eines Tages ermordet. Während der Burgvogt auf Reisen ist, übernimmt eine kluge Magistra (Lehrerin) aus dem Beginenstift die Ermittlungen. Die Zuschauer können verfolgen, ob es ihr gelingen wird, das Geflecht aus Geheimnissen und Verdächtigen zu entwirren.

Vier Aufführungstermine

Wie immer beim Apenburger Burgtheaterstück wird die Geschichte nicht nur auf der Bühne erzählt. Im gesamten Burginnenhof verteilt, werden verschiedene Schauplätze der mittelalterlichen Stadt aufgebaut, darunter das Kontor des Kaufmanns, das städtische Badehaus, das Wirtshaus „Lutzes Butze“ und eine verborgene Apotheke. „Dabei wird die Stadt von illustren Gestalten bevölkert: verarmte Kaufleute, eine verliebte Tochter, eine geschäftstüchtige Wirtin, ein geheimnisvoller Apotheker, eine hochgeschätzte Badewirtin, ein wagemutiger Ritter, ein sternenkundiger Astrologe und eine eigenwillige Novizin“, heißt es in der Ankündigung. Zudem lassen Kinder, Spielleute, Händler und Wachen die mittelalterliche Hansestadt lebendig werden.

Das Stück hat der Hallenser Autor Michele Blumberg, der bereits seit vielen Jahren Geschichten für die Aufführungen beisteuert, speziell für die Apenburger Theatergruppe verfasst. Die Apenburgerin Almut Joswig übernimmt die Regie und die Gestaltung des Bühnenbilds, Torsten Faix ist wieder für die professionelle Bühnen- und Tontechnik zuständig.

Das Theaterstück war einer der Höhepunkte beim kleinen Burgfest 2020.

Insgesamt stehen in diesem Jahr so viele Laiendarsteller wie noch nie auf der Bühne. 38 werden es laut Veranstalter sein. Hinzu kommen in bewährter Tradition die tierischen Mitwirkenden: die beiden Kamerunschafe Heli und Franz sowie das Shetlandpony Indiana Jones.

Dass der historische Burginnenhof mit seiner besonderen Kulisse und Atmosphäre erneut zum Spielort der Theatergruppe werden kann, ist in erster Linie der Arbeitsgruppe Alte Burg zu verdanken. „Durch ihre engagierte Arbeit wird die Anlage seit vielen Jahren erhalten und gepflegt“, lobten die Theaterleute.

Uraufführung am 29. August

Es wird insgesamt vier Aufführungstermine für „Godenrath“ geben. Neben den beiden Burgspektakel-Auftritten am Sonnabend, 5. September, um 15 Uhr und am Sonntag, 6. September, um 13.30 Uhr gibt es am Sonnabend, 29. August, die Uraufführung und am Sonntag, 30. August, eine Zusatzvorstellung. Beginn ist jeweils um 15 Uhr.

Da Plätze im Burginnenhof nur in limitierter Zahl zur Verfügung stehen, wird vorab eine Kartenreservierung empfohlen. Die kann erstmals online über die Internetseite www.burgtheater-Apenburg.de erfolgen, aber erst ab Sonnabend, 8. August. Wie die Veranstalter mitteilten, steht aber grundsätzlich auch ein begrenztes Kontingent an Karten an der Tageskasse zur Verfügung. Darüber hinaus würden nicht reservierte Plätze jeweils kurz vor Beginn der Aufführung freigegeben. Der Eintritt zum Burgtheater ist wie immer frei.

Quelle: Von Walter Mogk

https://www.volksstimme.de

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