Lückenschluss zwischen Apenburg und Recklingen rückt in Prioritätenliste nach vorn

Die Weiterführung des Radwegs entlang der Landesstraße 11 von Recklingen nach Apenburg rückt näher. Im neuen Landesradwegeverkehrsplan ist die Verbindung jetzt ganz oben angesiedelt. Die Gemeinde rüstet sich bereits für den Bau.

Altensalzwedel/Recklingen/Apenburg l Es gibt neue Hoffnung für den Radweg-Weiterbau entlang der Landesstraße 11 von Recklingen nach Apenburg. Wie Bürgermeisterin Ninett Schneider am Dienstagabend im Apenburg-Winterfelder Rat von einem Treffen zum neuen Landesradwegeverkehrsplan berichtete, steht die Verbindung jetzt im „aktuellen weiteren Bedarf“ und sei in der Prioritätenliste weit nach vorn gerückt. „Zunächst stand der Radweg auf Rang 450, jetzt auf 17“, erklärte sie. Es sei also nicht undenkbar, dass es mit dem Weiterbau in naher Zukunft losgehe.

Am letzten Haus von Recklingen in Richtung Apenburg endet der Radweg an der Landesstraße 11 derzeit. Eine Weiterführung rückt jetzt aber in Sichtweite. Foto: Walter Mogk VOLKSSTIMME

Ein Problem gebe es allerdings. Zwar sei beim Land Geld für den Radwegebau vorhanden. Die zuständige Landesstraßenbaubehörde (LSBB) habe derzeit jedoch keine Planungskapazitäten. Darauf zu warten, dass sich das ändert, sei aussichtslos. Es gebe zwar die Möglichkeit, das Vorhaben planerisch über das Bauamt der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf anschieben zu lassen, wie dies auch bei anderen Baumaßnahmen geschieht, doch auch dort habe man diesbezüglich wegen fehlender personeller Kapazitäten bereits „die weiße Fahne gehisst“.

Bliebe nur die Übernahme durch die Gemeinde selbst. „Dabei geht es nicht um die Planung an sich, die übernimmt die LSBB, sondern nur um die Koordination und die Zuarbeit, die sonst das Bauamt leistet“, betonte Ninett Schneider. Auch die Ausschreibung der Arbeiten sei Sache des Landes.

Gemeinde will Vor- und Zuarbeiten übernehmen

Ein Problem, das möglichst schnell vorab geklärt werden muss, sind die Grundstücke entlang des zukünftigen Radwegs. Diese gehören einigen wenigen Privatleuten und der Kirche. Die Bürgermeisterin regte an, bereits jetzt mit den Eigentümern ins Gespräch zu kommen. Auch über das laufende Apenburger Bodenordnungsverfahren gebe es Möglichkeiten. Die benötigten Flächen seien im Verfahrensgebiet enthalten. „Wenn wir hier vorgreifen und als Gemeinde das Areal erwerben, würde das den Radwegbau beschleunigen“, meinte Schneider.

Apenburgs Ratsmitglied Peter Warlich regte an, das Gespräch mit dem Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) zu suchen. Es gehe darum, sicher zu stellen, dass die Flächen für den Radweg „schon mal gedanklich der Gemeinde zugeschlagen werden“. Im Rahmen des angestrebten Flächentauschs könnten die Eigentümer an anderer Stelle Land der Gemeinde erhalten. „Wenn wir Flächen haben, die wir dafür anbieten können und den Radweg so schneller beplanen können, wäre das eine 1:0-Vorlage für uns“, meinte auch der Saalfelder Detlef Jürges.

Der Rat sprach sich einstimmig dafür aus, das Vorhaben weiter zu verfolgen und die nötigen Schritte einzuleiten. „Der Radweg ist wichtig, nicht nur als Verbindung zwischen zwei Ortsteilen, sondern auch zur Anbindung der Kitas, Schulen und des Waldbades“, betonte Ninett Schneider. Per Rad könnten so beispielsweise auch der Arzt oder die gastronomischen Einrichtungen in Apenburg und Winterfeld erreicht werden. Zudem gebe es dann über den ebenfalls anvisierten Lückenschluss von Apenburg nach Siedengrieben eine durchgehende Verbindung nach Beetzendorf. Dieser ortsübergreifende Charakter sei auch der Grund für die höhere Priorisierung des Abschnitts Recklingen-Apenburg.

Von Walter Mogk VOLKSSTIMME

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