Apenburger Wahrzeichen entsteht derzeit neu in einer Zimmerei
#Apenburg – In einer Apenburger Werkstatt haben die Mitarbeiter derzeit viel zu tun. Denn neben ihrer eigentlichen Arbeit sind sie praktisch ehrenamtlich damit beschäftigt, die Apenburger Weihnachtspyramide wieder aufzubauen. „Die Beschäftigten des Zimmerei- und Dachdeckerbetriebs Wöllmann machen das in ihrer Freizeit“, sagte Peter Warlich auf AZ-Nachfrage. In der nächsten Advents- und Weihnachtszeit soll die Pyramide wieder auf dem Dorfplatz stehen und kleine wie große Besucher verzaubern.

© Christian Reuter (2) Quellenangabe: Altmark Zeitung vom 16.04.2026, Seite 6
Die alte, acht Meter hohe, Pyramide hatte dort seit 2014 gestanden, musste aber vor vier Jahren abgebaut werden. „Die Witterungseinflüsse hatten die Holzkonstruktion so schwer geschädigt, dass keine Reparatur mehr möglich war“, erklärte Warlich. Die alte Pyramide sei zu hoch gebaut worden, sodass man sie nicht unterstellen konnte. „Die Fehler von damals versuchen wir nun zu vermeiden.“ Die neue Pyramide werde in zwei Teilen gefertigt und soll später außerhalb der Advents- und Weihnachtszeit in einer Scheune von Warlich trocken eingelagert werden.
An den Arbeiten für die Pyramide beteiligt sind neben Peter Warlich auch sein Sohn Philipp, Patrick Gericke, Helmut Hardenberg und zwei Mitarbeiter der Firma Wöllmann. Dabei kommt eine Menge an Fachwissen zusammen. So ist der jetzige Renter Hardenberg gelernter Elektriker. Und Gericke verdient seine Brötchen als Automechaniker.
Was von der alten Pyramide noch in Ordnung ist, soll für die neue verwendet werden. Dazu gehört der Drehkranz, auf dem die Figuren stehen. Die Figuren selbst, aus Sperrholz gefertigt, sind ebenfalls noch vorhanden. Ob sie aber auch Bestandteile der neuen Pyramide werden, ist laut Aussage von Warlich noch nicht entschieden. „Wir überlegen, ob wir die Figuren aus Metall herstellen lassen.“ Inzwischen eingetroffen sind der neue Motor, das neue Getriebe und die neue Welle.
Das alles hat natürlich seinen Preis. Deshalb wurden mehrere Jahre lang Spenden gesammelt, um den Bau der Weihnachtspyramide zu ermöglichen. Peter Warlich selbst hatte sich zu seinem 70. Geburtstag im vergangenen Jahr Spenden erbeten. Da sei bereits eine gute Grundlage zusammengekommen. Ein weiterer bekannter Sponsor war Bäckermeisterin Karin Beier, die ihr gesamtes Preisgeld, das sie für den Gewinn des Wirtschaftspreises Altmark erhalten hatte, zur Verfügung stellte. Und der Förderverein der Apenburger Feuerwehr, der 2025 bei Veranstaltungen mit einer Spendenbox Geld für die Weihnachtspyramide gesammelt hatte.

Weitere Spenden kamen aus dem Adventshaus, insbesondere von den Kesselgulaschabenden und dem Verkauf des Tiegelbratens im Jahr 2024. „Insgesamt kam eine Summe im unteren fünfstelligen Bereich zusammen“, zeigte sich Warlich sehr zufrieden, der auch bereits die Idee zur ersten Pyramide gehabt hatte.
Eine Pyramide stehe inzwischen bei fast jedem zu Hause. Warum dann nicht eine große Pyramide an einem öffentlichen Ort aufstellen? Lange müssen sich die Apenburger nicht mehr gedulden, dann steht die Weihnachtspyramide wieder auf dem Dorfplatz; spätestens zur Eröffnung des Adventshauses am 1. Dezember soll sie sich das erste Mal drehen.
Von CHRISTIAN REUTER
Quellenangabe: Altmark Zeitung vom 16.04.2026, Seite 6
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