Die Apenburger Alte Burg beendet die Besuchssaison / Echtes Brautpaar für Mittelalterhochzeit 2020 gesucht

Die Saison an der Alten Burg zu Apenburg ist Geschichte. Am Einheitsfeiertag konnte die historische Anlage ein letztes Mal ausgiebig bestaunt werden.

Für die alte Infotafel aus DDR-Zeiten, die Peter Kintzel am letzten Saisonöffnungstag präsentierte, wird noch ein würdiger Platz in der Burganlage gesucht . Fotos: Walter Mogk

Apenburg l Seit 34 Jahren lockt die Alte Burg zu Apenburg Besucher an, die sich die Reste der mittelalterlichen Anlage anschauen und den 25 Meter hohen Bergfried erklimmen wollen. Dass dies möglich ist, ist vor allem den Mitgliedern der Arbeitsgruppe Alte Burg zu verdanken, die sich schon genau so lange ehrenamtlich um das historische Gemäuer kümmern. Am Einheitsfeiertag war zum letzten Mal Gelegenheit, vorbeizuschauen. Peter Kintzel von der Arbeitsgruppe empfing die Besucher zum Saisonausklang am prasselnden Feuer und beantwortete Fragen rund um die Burg. Für die Kinder hatte er extra Kastanien gesammelt, um ihnen zu zeigen, wie man daraus natürliches Waschmittel herstellen kann. „Wenn man sie schält, klein schneidet, trocknet und dann im Wasser aufquellen lässt, entsteht eine Lauge“, erläuterte der Apenburger.

Bank aufgestellt und Gummimatten erneuert

Die Besucher kamen nur sehr spärlich zum Saisonausklang. Doch das machte Peter Kintzel nichts aus. „Hier gibt es schließlich immer etwas zu tun“, meinte er und ging im Burginnenhof ans Aufräumen. Nicht ohne jedoch vorher auf eine alte Holztafel hinzuweisen, die an der Burgmauer lehnte. „Die war zu DDR-Zeiten an der Burg angebracht und für sie suchen wir noch einen würdigen Platz“, erklärte Kintzel. Auf der Tafel ist zu lesen, dass die Burg dem damaligen Rat der Gemeinde zur Betreuung und Aufsicht übergeben wurde und nach Anmeldung im Bürgermeisteramt besichtigt werden kann.

Heute übernehmen die Mitglieder der Arbeitsgruppe von Ostern bis Oktober die Bereitschaftsdienste an den Wochenenden und führen Besucher durch die Anlage. Außerhalb der Saison ist eine telefonische Terminvereinbarung notwendig.

Eine neue Bank in der Nähe der Kapelle lädt seit diesem Jahr zum Verweilen ein. „Eine weitere wollen wir unter der alten Weide aufstellen“, erzählte Peter Kintzel. Zudem seien einige Gummimatten auf der Aussichtsfläche des Bergfrieds ausgewechselt worden. Diese wurden von einem Apenburger gesponsert.

Auch um die Ausbesserung der Burgmauer haben sich die Ehrenamtlichen in diesem Jahr gekümmert. Die Arbeiten im Rahmen einer Denkmalschutzmaßnahme sollen fortgesetzt werden. Zudem will die Arbeitsgruppe das große Modell der Burg, das im Turm zu besichtigen ist, mit einer Abdeckung versehen. „Damit es vor dem Kot der Schwalben geschützt ist, die dort ein- und ausfliegen“, erläuterte Peter Kintzel.

Für Hochzeiten wurde die Burgkulisse in diesem Jahr zwar nicht genutzt, dafür hoffen die Freunde der Anlage auf eine große Trauung im nächsten Jahr. Wie schon 2003 soll dann im Rahmen des Burgfestes eine echte mittelalterliche Hochzeit gefeiert werden. „Allerdings fehlt uns dazu im Augenblick noch das Brautpaar. Vielleicht melden sich ja noch zwei Mutige, ein bisschen Zeit ist ja noch“, schmunzelte der Apenburger.

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