Apenburg-Winterfelds Bürgermeister Mark Wöllmann zu Windpark Zethlingen-Cheinitz

#Apenburg – #Winterfeld – Die Nachricht ließ auch im Flecken aufhorchen. Uwe Mayer von der Bürgerinitiative (BI) „Unsere Dörfer, unsere Entscheidung“ aus dem benachbarten Zethlingen hatte unter der Woche mitgeteilt, bei einem Treffen in kleiner Runde zwischen Windpark-Investor WPD, der BI und dem Zethlinger Ortschaftsrat sei ein Alternativplan zu möglichen Vorbehaltsgebieten für den Windpark Zethlingen-Cheinitz vorgelegt worden (AZ berichtete). Dieser besage, so Mayer, dass die Flächen statt vor Zethlingen zwischen Cheinitz und Apenburg liegen könnten.

WPD bestätigt Abstandszusage

Bei einem Treffen im Januar zwischen WPD-Vertretern, Apenburg-Winterfelds Bürgermeister Mark Wöllmann und seiner Vorgängerin Ninett Schneider waren eine mögliche Erweiterung, Gerüchte dazu und daraus resultierende Spannungen zwischen Gemeinde und Investor das zentrale Thema gewesen. WPD hatte bei diesem Treffen klargestellt: Eine Erweiterung auf Fleckenboden, wie in einem früheren Stadium erwogen, stehe nicht mehr zur Debatte. Daher habe es auch eine Informationsveranstaltung nicht gegeben.

Hat sich daran nun doch etwas geändert? AZ fragte beim Investor nach. „Nein“, stellte Fabian Wolter fest. Der frühere Winterfelder und WPD-Projektleiter war Gesprächsteilnehmer der Januar-Runde gewesen. Daran änderten auch die neuesten Aussagen der BI nichts, gab Wolter zu verstehen.

Aber auch der Flecken-Chef hatte diese zur Kenntnis genommen. Er wisse davon auch nur aus der Zeitung. „Ich vertraue auf das Wort von WPD“, so Mark Wöllmann. Und das bedeute für ihn: „Es gibt keine West-Erweiterung.“ Auf die Gemeinde sei dazu keiner zugekommen. Es wäre natürlich schon „ein starkes Stück“, wenn sich fünf Wochen nach dem Gespräch die Sachlage anders darstellen sollte.

Wöllmann bei Bürgerversammlung

Spannend dürfte in dem Zusammenhang auch eine Bürgerversammlung in Zethlingen werden, die laut BI-Sprecher Uwe Mayer für März geplant ist. Ein genauer Termin stehe dafür wohl allerdings aktuell noch nicht fest. „Ich werde daran teilnehmen, ja“, sagt Wöllmann angesichts der Debatten.

Der Bürgermeister rechnet aber ohnehin damit, dass ein anderes Datum diese in die eine oder andere Bahn lenken wird. Denn am 11. März kommt die Regionale Planungsgemeinschaft Altmark (REPLA) zusammen. Und dann wird der zweite Entwurf des Regionalen Entwicklungsplans (REP) voraussichtlich gebilligt. Mit einer abschließenden Entscheidung des REPs wird dann im ersten Quartal 2027 gerechnet. Darin enthalten sein werden auch die Windvorranggebiete. Die müssen bis Ende 2027 1,9 Prozent der Gebietsfläche ergeben.

Vorbehaltsflächen in der Hinterhand

In untergeordneter Rangfolge kämen dann erst mögliche Vorbehaltsflächen zum Zuge. Sollte, wie ursprünglich geplant, das Flächenziel in einem zweiten Schritt erhöht werden, wären eventuell auch sie interessant.

Von LEIF GOETZIE

Quellenangabe: Altmark Zeitung vom 28.02.2026, Seite 5

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