Vera Fritzsche nach mehr als 40 Jahren als Erzieherin in der Apenburger Kita verabschiedet

„Ihre“ Kinder wird Vera Fritzsche sicherlich vermissen. Foto: Walter Mogk VOLKSSTIMME

Apenburg l So einen großen Bahnhof wollte Vera Fritzsche am Freitag zu ihrer Verabschiedung in den Ruhestand eigentlich gar nicht haben. Doch nach mehr als 40 Jahren im Erzieherdienst hat sich die beliebte Kindergärtnerin, die von allen liebevoll nur „Fritschi“ genannt wird, die große Bühne redlich verdient. Kinder, Kollegen, Elternvertreter und Verbandsgemeinde-Bürgermeister Michael Olms bedankten sich in der Apenburger Kindertagesstätte für das Engagement der Bandauerin, die seit 2007 in der Einrichtung tätig ist.

Zur Feier des Tages durfte Vera Fritzsche auf dem Ehrenstuhl Platz nehmen, der eigentlich nur Geburtstagskindern vorbehalten ist. „Du warst immer für die Kinder da und vor allem wenn es darum ging, neue Ideen zu finden oder zu experimentieren, warst du unschlagbar“, meinte Kita-Leiterin Britta Patermann, die ihrer scheidenden Kollegin ein Fotobuch mit vielen schönen Erinnerungen an die Zeit in der Einrichtung schenkte und sich ein paar Abschiedstränchen nicht verkneifen konnte.

Auch die Kinder, die geschlossen Aufstellung genommen hatten, besangen die Stärken ihrer „Fritschi“. Ob beim Trospflaster verteilen oder Regenjacke-Wiederfinden, immer war die Erzieherin zur Stelle. „Mit grenzenloser Kraft und immer dem richtigen Ton“, lobte Britta Patermann. Ihr Steckenpferd sei vor allem der Garten der Kita gewesen, den sie zusammen mit den Kindern und ihrem „grünen Daumen“ gestaltet hat. „Sie war einfach eine Erzieherin mit Leib und Seele, ein Herzstück unserer Kita und die Ruhe in Person“, so Patermann.

Die Geehrte selbst, die 1975 ihre Lehre absolviert und nach ihrer Zeit in einer erzgebirgischen Kinderkurklinik zunächst in der Bandauer Krippe arbeitete, wechselte dort nach der Wende in den Kindergartenbereich. Nach der Schließung der Einrichtung 1998 war sie in Tangeln, Beetzendorf und Winterfeld tätig. „Es war eine gute Zeit, in der ich viel gelernt habe“, meinte Fritzsche.

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