Bürger bringen ihre Ideen für die Zukunft des Apenburger Waldbades ein

Bei der Erstellung der Machbarkeitsstudie zur Zukunft des Apenburger Waldbades sind diePlaner auch auf die Ideen und Vorstellungen der Bürger angewiesen. Einige davon wurden jetzt bei einer Zusammenkunft in der Freizeiteinrichtung zusammengetragen.

Bürger des Fleckens Apenburg-Winterfeld konnten bei der Zusammenkunft im Waldbad ihre Ideen und Vorstellungen zur Zukunft der Freizeiteinrichtung einbringen. Planerin Christa Ringkamp (links) und ihr Team sammelten die Vorschläge für die zu erstellende Machbarkeitsstudie. Fotos: Walter Mogk VOLKSSTIMME

Was das Ergebnis der Fragebogenaktion betrifft, die in den letzten Wochen in puncto Machbarkeitsstudie zum Ausbau eines Sport-, Freizeit- und Kulturzentrums mit touristischer Nutzung unter besonderer Berücksichtigung des Apenburger Waldbades veranstaltet wurde, so ist der Tenor eindeutig. „Alle Rücksender haben sich dafür ausgesprochen, das Bad zu erhalten, aber mit besserer Qualität“, gab Planerin Christa Ringkamp während einer Bürgerzusammenkunft erste Ergebnisse bekannt. Von den 80 verschickten Fragebögen an lokale Akteure seien 20 Prozent zurückgekommen. „Das ist gar nicht mal so ein schlechtes Ergebnis“, meinte die Neulingerin, die derzeit zusammen mit drei Kollegen an der Erstellung der geförderten Studie arbeitet.

Von den im Bad versammelten Bürgern erhofften sich die Planer weitere Impulse. Und die kamen. So regte Jürgen Ulrich, langjähriger Chef des Bad-Fördervereins, an, das leer stehende Schwimmmeisterhaus wieder herzurichten. „Als Wohnhaus für jemanden, der sich um das Bad kümmert und immer vor Ort ist“, meinte der Apenburger. Dies sei die Grundlage für alle weiteren Überlegungen. Außerdem müsse im Bad jedes Jahr Stück für Stück etwas passieren. „Sonst werden die Akteure, die sich dafür engagieren, irgendwann müde“, sprach sich Ulrich für Investitionen aus.

Joachim Rieseberg hält es für eine Verpflichtung gegenüber denjenigen, die das Bad einst aufgebaut haben, für dessen Erhalt zu kämpfen. „Unsere Kinder sollen hier schwimmen lernen können, und schön wäre es auch, wenn wir das Bad beheizen könnten“, erinnerte er an die einstigen Pläne der Gemeinde, die sich inzwischen durch den Rückzug des Rittlebener Biogasanlagen Betreibers zerschlagen haben.

Viele fahren am Bad vorbei, weil sie woanders für den gleichen Preis mehr geboten bekommen“, plädierte Rieseberg dafür, die Attraktivität des Bades zu steigern. Das fange mit dem Sanitärgebäude, dessen Ausstattung noch DDR-Charme hat, an. „Wer will sich denn bei diesen Toiletten hier mit seinem Caravan hinstellen?“, fragte der Apenburger.

Einig waren sich die Anwesenden auch, dass von den alten Bungalows hinter dem Bad nichts mehr zu retten sein wird. „Die können eigentlich nur noch abgerissen werden“, meinte auch Christa Ringkamp. Andere schlugen vor, einen Grillplatz auf dem Areal einzurichten und die kleine überdachte Bühne vielleicht für den Auftritt lokaler Musiker zu nutzen. Bei der Einrichtung eines Zelt- und Caravanplatzes könnte man das Areal des jetzigen Parkplatzes nutzen, um mehr Ruhe vor dem Straßenlärm zu haben. Die Stellflächen würden dann in den vorderen Bereich rücken.

„Wichtig ist auch, das Waldbad einzubinden in die Angebote der Region“, erläuterte Marketingexpertin Heike Glatzel. Auch hierfür kamen Vorschläge. So könnte die Ausweisung von Wanderwegen, der Bau von straßenbegleitenden Radwegen – wie dem von der Gemeinde angestrebten Lückenschluss zwischen Recklingen und Apenburg – und die Einbeziehung des Bades in die Aktivitäten von Kinder- und Jugendgruppen mehr Besucher anlocken. Auch der derzeit nicht mehr genutzte Sportplatz hinter dem Bad könnte reaktiviert werden. „Früher haben viele Jugendmannschaften hier ihr Trainingslager absolviert“, erinnerten sich einige Besucher an vergangene Zeiten.

Die gesammelten Ideen sollen in die Studie mit einfließen. „Wir wollen eine Vision aufzeigen, was machbar sein könnte und woher Fördermittel für die Umsetzung kommen könnten“, erläuterte Christa Ringkamp. Der fertige Entwurf werde zunächst dem Gemeinderat und dann der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Quelle: Von Walter Mogk VOLKSSTIMME

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