Gelungener Auftakt des virtuellen Apenburger Adventshauses / Peter Warlich erzählt von der Heiligen Nacht

Der Start des virtuellen Adventshauses in Apenburg ist geglückt. Die ersten Geschichten sind online zu sehen und zu hören.

#Apenburg ● Wer Mittwochabend das erste Türchen des Adventskalenders auf www.apenburg.de anklickte, konnte sich fast so fühlen, als wäre er am Apenburger Adventshaus live dabei. Peter Warlich, wie immer mit Hut auf dem Kopf, schwang die Glocke und begrüßte die Kinder, im Erzählsessel sitzend, in der weihnachtlich geschmückten Scheune. Nur dass sein Publikum nicht wie sonst vor ihm Platz nahm, sondern daheim vor dem Bildschirm.

„Schuld ist dieses blöde Virus, unter dem wir alle leiden. Aber wir können es nicht ändern und trotzdem soll das Adventshausfür uns alle da sein“, erklärte Warlich den Kindern, warum sie die täglichen Geschichten diesmal nicht vor Ort hören können. Stattdessen hatten sich einige Freiwillige zusammengetan und die Beiträge vorab auf Video aufgenommen.

  1. Dezember

Am ersten Abend ging Peter Warlich, der den Erzählreigen traditionell eröffnet, der Frage nach, warum wir eigentlich Weihnachten feiern. Darüber grübelt auch der kleine Jonathan nach, der in seiner Geschichte auf den Adventskalender mit dem Jesuskind in der Krippe schaut und nicht einschlafen kann. „Warum schläft das Baby im Stall und nicht in einem Bettchen? Was machen die Kuh und der Esel da? Und was hat das alles mit Weihnachten zu tun?“, fragt sich der Junge und erhält die Antworten von der 17-jährigen Lara.

2. Dezember

Die Krippenszene soll auch im Adventshaus aufgebaut werden. Doch noch bevölkern nur wenige Figuren das kleine Holzhaus. Anstelle der Kinder, die sonst jeden Abend in der Adventszeit für die Vervollständigung verantwortlich sind, sorgt Peter Warlich in den Videos dafür. Ochs und Esel haben an der Krippe inzwischen schon Platz genommen. „Heiligabend ist sie dann fertig“, verkündete der Apenburger. Dann soll das letzte Türchen in der Kirche aufgemacht werden – live und mit Besuchern beim Weihnachtsgottesdienst mit Krippenspiel.

3. Dezember

Das erste Video wurde bis gestern bereits 216 Mal angeklickt. Für den zweiten Abend hat Peter Warlich die Winterfelderin Birgit Thamm gewinnen können. Sie las die Geschichte „Haben Oma und Opa auch schon Weihnachten gefeiert?“, in der die Kinder erfuhren, dass die Römer einst am 25. Dezember den Geburtstag eines Sonnengottes feierten. Später legte man die Geburt Jesu im Stall von Bethlehem auf den 24. Dezember fest und seit etwa 1000 Jahren wird die Weihnachtsgeschichte als Krippenszene nachgestellt, um sie den damals größtenteils leseunkundigen Menschen zu vermitteln. „Seit mehr als 500 Jahren ist Weihnachten ein Familienfest mit Geschenken“, berichtete Birgit Thamm.

4. Dezember

Wie beim Adventshaus in Vor-Corona-Zeiten zählt Peter Warlich jeden Abend die Tage bis zum Heiligen Abend herunter. Auf einer kleinen Schiefertafel trug er gestern die „22“ ein. Möglicherweise wird es neben den Geschichten und dem Krippenbau in den nächsten Tagen noch weitere Überraschungen in den Videos geben. Der tägliche Klick auf die aktuelle Zahl des Adventskalenders unter www.apenburg.de lohnt sich also.

5. Dezember

Adventshaus-Videos werden zum Renner

6. Dezember

Tägliche Geschichten im Netz schon 4000 Mal aufgerufen / Landrat Michael Ziche seit 15 Jahren Vorleser

Das virtuelle Apenburger Adventshaus geht heute in seine Schlussrunde. Noch drei Türchen sind zu öffnen. Die bisherigen 21 Geschichtenvideos kamen bei den Besuchern im Internet sehr gut an. Knapp 4000 Zugriffe wurden seit dem 1. Dezember verzeichnet.

7. Dezember

Dass das Apenburger Adventshaus im Internet ein solcher Renner wird, hätten sich die Organisatoren nicht träumen lassen. Jeden Tag werden die weihnachtlichen Geschichten, die auf Video aufgenommen wurden, bis zu 200 Mal und mehr angeklickt. Und nicht nur die aktuellen, die täglich von einem anderen Vorleser präsentiert werden. „Auch auf die Videos der Vortage gibt es immer wieder Zugriffe“, berichtet der Apenburger Andreas Schwieger, über dessen Youtube-Kanal die knapp 15-minütigen Einspieler laufen.

8. Dezember

Mussten vor der coronabedingten Zwangspause des Adventshauses, die jetzt schon zwei Jahre andauert, die Kinder jeden Tag bis17.30 Uhr warten, ehe Peter Warlich seine berühmte Glocke ertönen ließ und am Adventshaus das Fensterchen mit der Nummer des Tages geöffnet wurde, so kann in diesem Jahr jeder die aktuelle Geschichte schon ab 7 Uhr bequem im Internet unter www.apenburg.de anschauen und anhören – oder eben später, wenn die Zeit günstiger ist. Als Notvariante gestartet, hat sich das virtuelle Adventshaus zu einem Renner im Internet entwickelt. Bis gestern gab es schon knapp 4000 Zugriffe. Inzwischen überlegen die Organisatoren sogar, die Onlineversion auch im nächsten Jahr zu produzieren, wenn hoffentlich das Adventshaus wieder live für Besucher öffnet.

9. Dezember

Knapp 40 Einwohner aus Apenburg und Umgebung gehören zum Team des Adventshauses. Viele haben sich auch als Vorleser zur Verfügung gestellt. Am vergangenen Sonnabend beispielsweise war Landrat Michael Ziche auf dem Video zu sehen, zum letzten Mal in seiner Funktion. Der Immekather liest schon seit 15 Jahren den Kindern im Adventshaus vor und ging in seiner Geschichte diesmal der Frage nach, was es so alles auf dem Weihnachtsmarkt gibt. In diesem Jahr nichts, könnte man sagen, denn auch in Apenburg musste der Adventsmarkt abgesagt werden. „Aber ich bin ganz optimistisch, dass wir das, wenn alle diszipliniert sind und wir den Winter überstehen, im nächsten Jahr wieder hinbekommen werden“, machte er den Zuschauern Mut.

10. Dezember

Während Ziche schon zum Stammleserkreis gehört, war einer seiner möglichen Nachfolger in diesem Jahr erstmals dabei. Der Jübarer Andreas Kluge, Geschäftsführer des Zweckverbands Breitband Altmark, erzählte davon, warum es Weihnachten eigentlich Geschenke gibt. Großen Anklang bei den Zuschauern fand auch der Auftritt von Winterfelds Sportvereinschef Marno Schulz, der vor seiner Lesung gleich noch für die Festwoche zum 100-jährigen Vereinsjubiläum im Mai 2022 warb.

11. Dezember

Und wie beim „echten“ Adventshaus gab es in den vergangenen Tagen auch im Videoformat musikalische Einlagen. So erfreuten die Klötzerin Erika Nix mit ihrem Akkordeon und der Apenburger Jürgen Ulrich auf der Mundharmonika das Publikum mit Weihnachtsliedern.

12. Dezember

13. Dezember

Über 100 Stunden Wiedergabezeit

Adventshaus: Wieder ein Rekord der virtuellen Weihnachtsaktion in Apenburg

Apenburg – Die täglichen Adventsgeschichten auf der Internetseite apenburg.de, die noch bis zum 23. Dezember per Video ins Netz gestellt werden, haben bei den Nutzern längst die Drei-Tausender-Marke geknackt (wir berichteten). Und nun kamen auch noch einmal über 100 Stunden Wiedergabezeit hinzu, was darauf zurückzuführen ist, dass die Nutzer des virtuellen Internetkalenders sich die vorgelesenen Weihnachtsgeschichten offenbar mehrmals anschauen und sich daran im wahrsten Sinne des Wortes nicht sattsehen können.

14. Dezember

„Die 100 Stunden Wiedergabezeit und die besagte Klick-Statistik im Internet beweisen die große Popularität der Märchen im Adventshaus“, sagt WEB-Master und Mitinitiator Andreas Schwieger. Doch eine Aktion, das gab Schwieger ganz offen zu, war eine unschöne Überraschung. Das war einfach Pech. „Wir wollten eine historische Apenburger Videoaufnahme im Internet für unsere Weihnachtsaktion genau zum Heiligabend hochladen. Doch da verstießen wir offenbar gegen das geltende US-Gesetz. Das altbekannte Weihnachtslied ,Oh du fröhliche …‘ war speziell für Kinder gekennzeichnet. Aber es soll laut einer Beschwerde der Amis jugendgefährdend sein“, wundert sich Andreas Schwieger über die Tücken der aktuellen Internet- und Youtube-Zensur

15. Dezember

Das angedachte Video war als Premiere und Abschluss der ersten Saison aller Apenburger Weihnachtsgeschichten gedacht. Die Tradition der Geschichten reicht nämlich bis ins Jahr 2003 zurück. „In meinen uralten Filmunterlagen hab ich ein Mini-Band entdeckt, wo ich am 24. Dezember 2003, also vor fast 18 Jahren, den Weihnachtsgottesdienst mit meiner damals ganz modern und teuren Kamera aufgenommen habe. Es war der Höhepunkt der damaligen Adventshaussaison und wohl auch die erste. Die Qualität ist aus heutiger Sicht grausam und die Lichtverhältnisse waren schlecht. Das Aufnahmeband lag ja nun schon 18 Jahre. Auch war es nicht einfach, das Filmmaterial neu zu digitalisieren, denn die heutige Technik kennt zum Beispiel keinen Firewire-Anschluss mehr“, berichtet Andreas Schwieger über seine technischen Schwierigkeiten.

16. Dezember

Es musste ein alter Computer wieder aktiviert werden und auch die alte, längst eingemottete Kamera hatte so ihre Tücken. „Aber es hat viel Historisches, was ich auf dem Streifen entdeckt habe. Auch ist der Apenburger Chor in voller Besetzung zu sehen. Der Damalige Pastor Reinhard Flach hielt seinerzeit die Predigt und Märchenonkel Peter Warlich war damals noch ein junger Mann“, lacht Schwieger, der nun nach einer Lösung sucht, um den besonderen Filmstreifen doch noch einem möglichst breiten Publikum präsentieren zu können.

17. Dezember

Bekanntester Vorlese-Gast bei den virtuellen Adventsgeschichten war neben Landrat Michael Ziche auch der Winterfelder Sportvereinschef Marno Schulz. Er nutzte die Gelegenheit und machte gleich Werbung für das Vereinsjubiläum im Mai. Denn im Jahre 1922 wurde der Winterfelder Sportverein gegründet. Demnach steht im kommenden Jahr das runde 100-jährige Jubiläum an, das groß gefeiert werden soll. Vom 8. bis 15. Mai 2022 will die Sportgemeinschaft dieses Jubiläum gebührend würdigen, hieß es von Schulz.

18. Dezember

19. Dezember

20. Dezember

21. Dezember

22. Dezember

23. Dezember

Apenburg Kirche 24. Dez. 2003 – vor 18 Jahren

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