Apenburger Burgspektakel lädt am 5. und 6. September zum Besuch ein
#Apenburg – Der Septemberanfang ist in Apenburg seit gut einem Vierteljahrhundert dem mittelalterlichen Treiben im Schatten der Alten Burg zu Apenburg vorbehalten. Alljährlich kommen mehr als 2000 Besucher, um sich mal für eine gewisse Zeit vom modernen Leben mit seinen Sorgen zu verabschieden und in das Leben vor hunderten Jahren einzutauchen. Auch in diesem Jahr gibt es Bewährtes und auch Neues zu sehen und zu erleben.

„Das Rattenpack“ beschreibt seine Musik mit den Worten: „Emporgestiegen aus den finsteren Gassen bringt dir das Rattenpack ihren folkigen Sound ins Ohr.“ Ernste bis heitere Texte, getragen von mehrstimmigem Gesang, werden begleitet von einem Haufen aufregender Instrumente und überzeugen jeden Lauschenden mit unverwechselbarem Klang.
Feuershow als optischer Höhepunkt
Das „Duo terraneola“ ist mit eher ruhigen Weisen schon fester Bestandteil des Festes und wird die Gäste mit feinem Gesang, über den Festplatz wandelnd, unterhalten. In diesem Jahr wird erstmals Nils, der Gaukler, die Besucher mit seinen Gaukeleien und Tricks in den Bann ziehen. Die Großen und vor allem die Kleinen dürfen gespannt sein. Am Samstag, 5. September, tritt auch wieder Seba, der „Möhrenmann“, mit seinen Unterhaltungskünsten in Erscheinung.

Am Sonntag, 6. September, wird er dann von Jarimo abgelöst, der in Apenburg als Gaukler und Jongleur von den „Radugas“ bekannt wurde. Dazu kommen viele zum Teil schon vertraute, bewährte und auch bewährte Akteure. Wie das Altmärkische Lehensaufgebot und die Kämpen des Tempelritterordens mit ihren Lagern, das „Waldfolk“ mit Stelzenmann und Moosweiblein, das Handwerkerlager mit Schmied, Bogenbauer und Holzschnitzer, die Bogenbahn, ein Imkerstand und mehr.
Zudem hat hoher Besuch aus der Bischofsfeste Magdeburg angekündigt. Optischer Höhepunkt wird mit Einbruch der Dunkelheit eine Feuershow sein, begleitet von den Lichtelfen. Alle, auch jene, die sich nicht für das Mittelalter begeistern, finden auf dem Festgelände immer wieder etwas, das des Verweilens lohnt, und sei es, um die Angebote an Speis und Trank zu genießen.
Eigener Herd kann kalt bleiben
Der eigene Herd kann an diesem Wochenende sicher kalt bleiben. Gegrilltes, Gebratenes und Gesottenes sorgen für eine herzhafte Gaumenfreude, das Kuchenzelt steht gleich neben dem Burgeingang, die Schenke lädt zum Verweilen und auch am Weinstand können leckere Getränke verköstigt werden: mit und ohne Alkohol, herb oder süß und vollmundig und in Gärung. Im Irish Pub geht es wiederum etwas gehaltvoller zu.
Bei Claudi sind Langosch, Crêpes und Softeis im Angebot. An den Ständen der Händler findet sicher jeder Interessent etwas nach seinem Geschmack. Mittelalter-Outfit, das hölzerne Übungsschwert für den Nachwuchs, Glitzerndes, Selbstgemachtes und vieles mehr. Wer die Muße hat, kann den Handwerkern bei der Arbeit zusehen und wird dabei lernen, mit welchem Aufwand in früheren Zeiten die einfachsten Dinge des täglichen Lebens hergestellt wurden.
Das Au und Oh kommt bei einem Mittelalter-Fest von den Rittern und ihren Mannen. Während sich die Männer im Kampfe erproben, kümmern sich die Frauen um das Leben im Lager. Das reicht von der Essenszubereitung über Näharbeiten bis zur Versorgung der Geschundenen. Und wer sich selbst mal bewähren will, kann sich im Bogenschießen üben.
Der Sonntag beginnt um 9 Uhr mit der traditionellen Burgandacht. Danach startet um 10 Uhr das Kinderritterfest mit vielen Prüfungen, bei denen sich die jungen Ritter, Knappen und Burgfräulein beweisen können. An beiden Tagen zeigt das Apenburger Burgtheater sein neues Stück „Godenrath“ – eine Mordsgeschichte (Reservierungen unter www.burgtheater-apenburg.de). Die Preise bleiben unverändert zum Vorjahr: Erwachsene 8 Euro, ermäßigt 5 Euro, Kinder/Jugendliche 4 Euro, Gruppen ab zehn Personen auf Anfrage, Kinder unter Schwertmaß und Begleitpersonen für Rollstuhlfahrer haben freien Eintritt.
Quellenangabe: Altmark Zeitung vom 15.08.2026, Seite 4
Interesse an einem kostenlosen Testzugang zum ePaper? Bestellen Sie hier: https://meinabo.az-online.de/abo/#abo-pricing . Der Test endet automatisch.
Wer hat den Kaufmann ermordet?
Stück „Godenrath“ wird ab 29. August beim Apenburger Burgtheater gezeigt / 38 Darsteller auf der Bühne
Apenburg – Das Apenburger Burgtheater lädt auch in diesem Jahr wieder zu einem ganz besonderen Theatererlebnis unter freiem Himmel ein: Mit „Godenrath“ bringt das Ensemble ein neues Stück auf die Bühne – eine vielschichtige mittelalterliche Kriminalgeschichte. Autor Michele Blumberg, der bereits seit vielen Jahren mit seinen fantasievollen Stücken begeistert, hat das Stück speziell für die Apenburger Theatergruppe verfasst.
Regie führt Almut Joswig, die auch wieder die Gestaltung des Bühnenbilds übernimmt. Die Handlung führt ins Salzwedel des Jahres 1365: Der wohlhabende Kaufmann Godenrath hat sich zahlreiche Feinde gemacht und wird eines Tages ermordet. Während der Burgvogt auf Reisen ist, übernimmt eine kluge Magistra aus dem Beginenstift die Ermittlungen. Wird es ihr gelingen, das Geflecht aus Geheimnissen und Verdächtigen zu entwirren?
Mehrere Schauplätze in Salzwedel
Den Zuschauer erwarten verschiedene Schauplätze der mittelalterlichen Stadt, darunter das Kontor des Kaufmanns, das städtische Badehaus, das Wirtshaus „Lutze’s Butze“ und eine verborgene Apotheke. Dabei wird die Stadt von illustren Gestalten bevölkert: verarmten Kaufleuten, einer verliebten Tochter, einer geschäftstüchtigen Wirtin, einem geheimnisvollen Apotheker, einer hochgeschätzten Badewirtin, einem wagemutigen Ritter, einem sternenkundigen Astrologen und einer eigenwilligen Novizin.
Auch Kinder, Spielleute, Händler und Wachen lassen die Hansestadt lebendig werden. Insgesamt stehen in diesem Jahr 38 Darsteller auf der Bühne, und ganz in bewährter Tradition dürfen auch die tierischen Mitwirkenden nicht fehlen: die Kamerunschafe Heli und Franz sowie das Shetlandpony Indiana Jones. Für die professionelle Bühnen- und Tontechnik sorgt wieder Torsten Faix.
Plätze können vorab reserviert werden
Die besondere Atmosphäre des historischen Burghofs und dieses einzigartigen Spielorts wird durch die engagierte Arbeit der Arbeitsgruppe Alte Burg seit vielen Jahren erhalten und gepflegt.
Aufführungstermine: Samstag, 29. August, 15 Uhr (Uraufführung); Sonntag, 30. August, 15 Uhr (Zusatzvorstellung); Samstag, 5. September, 15 Uhr (im Rahmen des Burgspektakels); Sonntag, 6. September, 13.30 Uhr (Burgspektakel). Wichtig: Eine Kartenreservierung ist empfohlen. Erstmals können Plätze vorab online reserviert werden. Ab dem 8. August ist dies über die Internetseite www.burgtheater-apenburg.de möglich. Grundsätzlich steht auch ein begrenztes Kontingent an Karten an der Tageskasse zur Verfügung. Weiterhin werden nicht reservierte Plätze jeweils kurz vor Beginn der Aufführung freigegeben. Der Eintritt ist wie immer frei.
Quellenangabe: Altmark Zeitung vom 29.07.2026, Seite 7
Interesse an einem kostenlosen Testzugang zum ePaper? Bestellen Sie hier: https://meinabo.az-online.de/abo/#abo-pricing . Der Test endet automatisch.
