Apenburger lesen Geschichten ein, die ab heute täglich abgerufen werden können / Baumverkauf organisiert

Ein Lichtblick in dieser von Corona getrübten Adventszeit: Das Apenburger Adventshaus öffnet ab heute Abend seine Türen – allerdings nur virtuell. Auf die tägliche Weihnachtsgeschichte braucht also niemand verzichten.

Elke Friedrichs gehört zu den Vorlesern, die ihre Weihnachtsgeschichte im Adventshaus bereits eingesprochen haben. Ab heute kann jeden Abend um 17.30 Uhr im virtuellen Adventskalender auf www.apenburg.de ein neues Türchen mit dem dazugehörigen Geschichtenvideo geöffnet werden. Screenshot/Repro: Walter Mogk VOLKSSTIMME

#Apenburg ● Kein Weihnachtsmarkt, eine Pyramide, die sich wegen eines Defekts nicht dreht, Absagen von Adventsfeiern – zu Beginn der Adventszeit waren die Nachrichten aus Apenburg schon mal positiver. Dass nun auch das über die Grenzen des Ortes beliebte Adventshaus auf dem Schulenburgschen Hof in der Hinterstraße coronabedingt nicht öffnen kann, damit wollten sich die Apenburger jedoch nicht abfinden und haben nach einer Ersatzlösung gesucht. „Und wir haben sie gefunden. Das Adventshaus mit der dazu gehörigen Geschichte gibt es in diesem Jahr täglich im Internet“, berichtete Peter Warlich gestern der Volksstimme.

Alles soll so ablaufen wie immer, nur eben nicht direkt vor Ort, sondern virtuell. Von heute an bis zum Freitag, 23. Dezember, findet jeder im Internet unter www.apenburg.de täglich ein neues Video aus dem Adventshaus. Peter Warlich läutet darin seine berühmte Glocke, öffnet das Türchen mit der Zahl des Tages und begibt sich mit einem Gast in das Innere des weihnachtlich geschmückten Hauses. „Wir nehmen in den Erzählsesseln Platz und dann gibt es die tägliche Weihnachtsgeschichte“, erzählte Warlich. Einige Apenburger habe er für das Vorlesen vor der Kamera gewinnen können. Die Aufzeichnungen seien auch schon größtenteils im Kasten.

Auch auf das Vervollständigen der Weihnachtskrippe im Adventshaus, das sonst täglich Aufgabe eines der anwesenden Kinder ist, soll nicht verzichtet werden. Jeden Abend wird im entsprechenden Video eine neue Figur hinzugefügt. Das Apenburger Krippenspiel soll dann am Heiligen Abend aber wieder „in echt“ stattfinden – in oder vor der Kirche wie schon 2020. Allerdings ist das von der aktuellen Corona-Situation abhängig und davon, dass genügend Kinder bei den angesetzten Proben einsatzfähig sind.

17.30 Uhr wird täglich neues Video freigeschaltet

Und so funktioniert das virtuelle Adventshaus: Auf dem PC, Tablet oder Smartphone www.apenburg.de aufrufen, im aufklappenden Kasten den Adventskranz anklicken und schon öffnet sich der Adventskalender. Beim Klick auf das Türchen des Tages wird das aktuelle Video aufgerufen, das täglich um 17.30 Uhr freigeschaltet wird. Auch die Videos der vorhergehenden Tage können jederzeit angesehen werden.

Im vorigen Jahr konnte Peter Warlich die Besucher am Adventshaus noch persönlich begrüßen.
Foto: Walter Mogk VOLKSSTIMME

An dem Projekt haben einige Apenburger mitgearbeitet, denen Peter Warlich ausdrücklich dankt. „Wir wollen vor allem den Kindern in dieser Advents- und Weihnachtszeit ein wenig Freude schenken. Das kann zwar diesmal nicht im Adventshaus stattfinden, aber so ist es doch immer noch besser als gar nicht“, meinte der Apenburger.

Weihnachtsbäume gibt es diesmal am Mühlenweg

Bleibt noch die Frage, wie die Apenburger in diesem Jahr an ihre Weihnachtsbäume kommen. Die wurden sonst immer am Adventshaus verkauft und auf dem Weihnachtsmarkt, der coronabedingt auch diesmal ausfällt.

Doch Peter Warlich hat auch hier vorgesorgt. Gestern sollte eine Ladung Tannen eintreffen, die bei ihm zu Hause im Mühlenweg 20 erworben werden können.

Das Adventshaus

Seit 2003 öffnete das Adventshaus auf dem Schulenburgschen Hof in Apenburg jeden Abend in der Adventszeit seine Pforten. Im Inneren gab es täglich eine neue Advents- und Weihnachtsgeschichte, draußen wartete ein gemütliches Beisammensein bei Glühwein, Bratwurst und Gebäck.

Im vorigen Jahr konnten die Adventshaus-Abende wegen der Pandemie nur sehr eingeschränkt stattfinden. Die beliebte Bioglühweinnacht und der Kesselgulasch-Abend fielen ganz aus.

Von Walter Mogk VOLKSSTIMME

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