Winterfeld steht Mitte Mai großes Jubiläum ins Haus

Winterfeld – Bedeutende kulturelle Höhepunkte im Flecken Apenburg-Winterfeld sind in diesem Jahr der 100. Geburtstag des Winterfelder Sportvereins und der 115. Geburtstag der Winterfelder Feuerwehr. „Das Doppel-Jubiläum mit Festwoche soll Mitte Mai über die Bühne gehen, genau vom 9. bis 15. Mai“, informierte Bürgermeisterin Ninett Schneider die AZ auf Anfrage. Alle Initiatoren hoffen, das Großereignis trotz Corona feiern zu können.

Vereinschef Marno Schulz zeigt die klappbare Fensterluke. Sie schützt den Ausschankbereich vor Einbruch und während des Spielbetriebs vor Sonne oder Regen. Fotos: Kai Zuber Altmarkzeitung

Im Mai des Jahres 1922 wurde in Winterfeld unter der Leitung des Lehrers Karl Baenisch der Turn- und Sportverein gegründet. Begonnen hat alles mit dem Turnen. Die Sportarten Fußball, Feldhandball, Fausthandball und Leichtathletik folgten.

Turnwart Albert Riebau und Vorsitzender Karl Baenisch hatten großen Anteil am Aufbau einer Kinderturngruppe, die mit 20 Aktiven eine der größten in der Region war. Geleitet wurde der Verein seit seiner Gründung im Jahr 1922 bis zum 2. Weltkrieg von Karl Baenisch.

Nach dem 2. Weltkrieg, dem auch viele Winterfelder Sportler zum Opfer fielen, wurde im Jahr 1946 die Sportarbeit wieder aktiviert. Gründungsmitglieder waren Otto Kaufmann, Adolf Gagelmann, Paul Buhmann, Gustav Meyer, Otto Wesche, Fritz Kleinfeld, Ernst Schernikau, Martin List und Walter Gurk.

Nach Turnen und Fußball wurde der Pferdesport neu aufgebaut und zog viele Sportler in seinen Bann. Die Gebrüder Fuhrmann erhielten hier zum ersten Mal Kontakt zum Reitsport. Karl-Heinz Fuhrmann war später Olympiateilnehmer in der Military in Mexiko und Bronzemedaillengewinner bei den Olympischen Spielen in Tokio. Des weiteren war er dreifacher DDR-Meister und sein jüngerer Bruder Wilfried erkämpfte sich einen DDR-Meistertitel im Springreiten. Ab Mitte der 60er Jahre ruhte bis auf den Nachwuchsfußball die Sportarbeit in Winterfeld.

Erst im Mai 1971 wurde wieder ein arbeitsfähiger Vorstand gebildet, und der Verein entwickelte sich in der Folgezeit stetig weiter. Nach der Sanierung des Sportplatzes, dem Bau des Reitplatzes mit Kampfrichterturm und dem Bau des Mehrzweckgebäudes kamen viele neue Sportarten hinzu: Schach, Leichtathletik, Kegeln, Frauensport, Badminton und eine Laufgruppe. Weitere Sportabteilungen sind Unihockey und Tanzen, die 2001 gegründet wurden. 1973 schlossen sich die Recklinger Tischtennissportler dem Winterfelder Verein an.

Auch nach der Wende entwickelte sich der Verein erfolgreich weiter. Durch den Bau des Tennisplatzes und den Umbau der „Bauernschenke“ zum Tennisheim wurde auch diese Sportart neu aufgebaut.

Heute zählt der Verein rund 400 Mitglieder, die in den Sportarten Tischtennis, Kegeln, Tennis, Badminton, Tanzen, Frauen-, Senioren- und Vorschulsport aktiv sind.

Besonderes Augenmerk widmet der Vorstand der Nachwuchsarbeit, denn ein Drittel aller Mitglieder ist unter 18 Jahre alt. Diese Vielfältigkeit ist nur möglich dank der zahlreichen Ehrenamtler. So arbeiten im Verein mehrere lizenzierte Übungsleiter sowie weitere Vorstandsmitglieder, Schiedsrichter und Helfer.

Quelle: Kai Zuber Altmarkzeitung

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